Einleitung   A500   A600   A1200   PPC   Amiga OS 3.5    Fast ATA-2/IDE   BVision    SilferSurver und Elsa ISDN

Ich bin zwar schon eine weile mit Amiga beschäftigt, habe jedoch nicht so die Ahnung von der Maschine wie ich sie gerne hätte. Die mangelnden Englischkenntnisse sowie Informationsmangel helfen da auch nicht so sonderlich.

AMIGA A500 Der Anfang :)


Mit meinem 14ten Lebensjahr erhielt ich meinen ersten Computer - den A500. Dieser war mit Kickstart 1.3 ausgerüstet (die mit 2.0 war nur ein klein wenig teurer, wenn ich da schon gewußt hätte was Kickstart bedeutet...)

Nebst spielen begann ich mich ein wenig mit dem Rechner zu beschäftigen. Ich bekam das Buch "Das große Amiga Buch" von DataBecker. Das kaute ich an für sich komplett durch und fand das Arbeiten in der Shell einfach genial :)

Ich wunderte mich in der Anfangszeit sowieso immer, wenn ich an meinem Amiga saß und im Fernsehen die Sprüche liefen "Sie können nun mit dem neuen Windows arbeiten und drucken zur gleichen Zeit" "Multitasking - etwas total neues". Ich sagte mir - man, das muß ja was tolles sein - Multitasking. Na ja, nur das ich da halt mit meinem kleinen Amiga schon druckte und weiterarbeitete... Ich kannte Windows kaum - hasste es zu dem Zeitpunkt auch noch nicht ;)

Wie ich zu Assembler kam
Ich wollte irgendwann mal Programmieren. Möglichst in einem Team für Amiga. Die ersten Schritte machte in in Amiga Basic. Ich kannte da nicht mal schleifen, aber für was hat man den Clipboard ? :)

Da mir Amiga Basic aber zu langsam und unflexibel war, wollte ich in einer anderen Sprache programmieren. Ich las das C die zukunftsträchtigste Sprache sei. Aber die Preise überzeugten mich davon NICHT in C zu programmieren. Assembler war die alternative. Von Frank Wille erhielt ich den Shareware Assembler PHXASS mit dem ich die ersten Schritte machte. Mein erstes Assemblerbuch, den Titel hab ich vergessen, Assembler für Einsteiger glaub ich. Ein kleines A5 Buch mit blauem Umschlag. Nach den ersten Schritten in Assembler, Filter ein und ausschalten etc. bekam ich die OS Includes von Frank zugesendet. Ich konnte ein paar AmigaOS Funktionen ansprechen. Soweit ich sie denn nun mal verstanden habe.

Das nächste Buch war "Amiga Spiele selber programmieren" was ich jedoch kaum durch las. Ich hatte zwar wirklich ein kleines Spiel zusammengebastelt - aber das lief nicht unter OS2.0 wie sich später herausstellte. Das Buch gab einige Tips die nicht sauber waren.

Es entstanden die ersten Programme. Ich schrieb mir eines um Spiele zu verlangsamen, Registerinhalte auszugeben, werte im Speicher zu suchen und zu ändern, den Filter zu ändern... Auf Mausklick warten (Multitasking feindlich;)

AMIGA A600


Irgendwann bekam ich einen A600 dazu. Ich brauchte mehr Speicher und Kick 2.0. Das Aufrüsten des A500 wäre zu teuer geworden. Ich konnte da zum ersten mal BeckerTextIII richtig Nutzen. Nie zu wenig Speicher. Die Ergebnisse die ich damit erzielte waren für die Zeit gut. Die internen Schriften des Epson Druckers wurden sehr gut unterstützt, so das es, wenn das Farbband neu war, zu sehr sauberen und schnell gedruckten Ergebnissen kam.
Nebst vielen kleineren Utilities begann ich auf Wunsch von einem Freund ein Programm zu schreiben, welches eine beliebige Zeichenfolge durch eine beliebig gleichlange ersetzen kann. Meine erste Version war ein einfaches CLI Utilitie welches für 2MB Speicher durchsuchen 15 Minuten brauchte :) Ich fing an den Speicher zu durchsuchen, ersetze und fing wieder von vorne an.Ich bat Frank Wille mir eine Routine in Assembler zu schreiben die die Aufgaben des suchens und ersetzens übernehmen konnte. Ich bekam auch eine Routine - die ich 1/2 Jahr später - mit mehr Erfahrung - sogar mal verstand:) Mit der Routine war jenes durchsuchen nur noch Sekundensache.
Es wurde eine Benutzeroberfläche für RPLSTR gefordert, die ich dann auch schrieb. RPLSTR mutierte so langsam zu einem Programm das sich für die Manipulation von Spielen geeignet zeigte - wenn auch gleich ein HexEditor genauso gegangen wäre;)
Die erste Oberfläche stand. Ich sendete Frank Wille das Programm mal zu, damit er Kritik üben konnte. Er bemängelte als erstes, das ich zwar den Systemfont nehme - aber die Oberfläche nicht in der Größe anpasse. Das Fenster muß bei seiner Auflösung lustig ausgesehen haben :)
Ich begann die Oberfläche Fontsensitiv zu gestalten. Von dort an wurden meine Oberflächen in Assembler berechnet. (Ein Projekt - leider nicht mehr vorführbar - bestand aus 97 Cyclegadgets und rund 17 Buttons ;)
Als ich anfing RPLSTR zu verbessern haute ich so viele Fehler rein, das ich das Projekt an BUG Vielfalt und mangelndem Interesse fallen ließ.

AMIGA A1200


Ich konnte für rund 300,-DM im Jahre 1998 einen Amiga A1200 erwerben. Ich bastelte weiter vor mich hin, als ich eine Anzeige aus einer Computerzeitschrift beantwortete, in dem jemand Hilfe für die Programmierung in Assembler suchte. Es stellte sich heraus,daß dies ein Programmierer war, der nur jemand suchte der für sein Projekt programmierte. So wurde ich für die Gegnersteuerung für ein Amiga Spiel angagiert (bezahlt werden sollte nach Vermarktung). Nach langer Programmierung fehlte mir nur noch das laufen der Gegner. Alles andere war gemacht. Das Laufen war noch das Problem, da sich die Gegner die Wege sinnvoll suchen sollten. Da ich mir hierbei ein höheres Ziel gesetzt hatte bekam ich Probleme damit;) Ich lernte an dem Zeitpunkt jemand kennen in den ich mich verliebte. Tanja hieß sie. Dadurch gab ich das Programmieren später auf - was sich als Fehler herausstellte.

Der Wechsel zu C
Nach einem Niederschlag in einem anderen Gebiet als programmieren setzte ich lange Zeit aus und began eine Lehre als Elektriker - Alarmtechnik. Da mir das aber nicht zusagte, wollte ich wieder das machen was ich ein wenig kann und mit Computer zu tun hat. Am besten programmieren. Ich fing an mich ein wenig mit C zu beschäftigen, mittlerweile programmiere ich in C und lerne da noch immer hinzu. Ich widme mich wieder dem Amiga und versuche das zu verstehen was andere Amiga Programmierer als selbstverständlich ansehen ;) Beruflich muß ich unter Windoof programmieren was bei weitem nicht so viel Spaß macht wie auf einem Amiga.

Erfahrungen mit der PPC 603


Es kam der schöne Tag, an dem ich beglückt wurde (mein Konto war weniger beglückt) die Blizzard PPC 603 vor mir liegen zu haben. Nach einem raschen Einbau lief eigentlich alles wie gewohnt. Es gab für mich keinen großen Unterschied. Das erste was ich merkte: WarpOS vertrug sich nicht mit dem PPC Kern den die PPC Karte im Flashrom hat. Ich testete einige Sachen aus und erntete jedoch immer nur ein instabiles System. Bei der Installation von WarpOs wurden einige Variablen nicht richtig gesetzt (Support: wenn sie alles auf default lassen geht hinterher auch alles (dann würde z.B. eine CyberVision Installiert werden)) Frank Wille half hier ein wenig und ich erreichte so ein verwendbares System. Ruckzuck lief auch Quake auf dem Amiga, was auch ohne GFX Karte erstaunlich schnell lief:) 3D Spiele die auf das RTG Master System zugreifen können durch RTGgosWarpOs von der PPC Gebrauch machen. Auch JPG Datatypes waren für PPC vorhanden. Es sammelten sich nach und nach kleine Applikationen zusammen für meine PPC. Jedoch ist bis heute nichts an großen Anwendungen zusammen gekommen, für die ich die PPC einsetzen könnte. Missen wollte ich sie jetzt aber auch nicht mehr. Hätte ich aber noch ne weile gewartet hätte ich mir auch ne G4 Karte kaufen können. Egal, nu hab ich das Zeugs. WipeOut 2097 hab ich auf der PSX - bin mal gespannt wie das auf'm Amiga sein wird :) Nunja, wie der lauf der Zeit zeigte, wäre ich mit der G4 tierisch auf die Nase gefallen. Phase5 hat Konkurz angemeldet. So bleib ich doch bei der 603 und hoffe noch eine BVision ergattern zu können. Da der PPC die Spannung ausging speise ich das Board nun mit Fremdspannung. Dort wo normalerweise das Diskettenlaufwerk seine Spannung bekommt, wird nun Spannung eingespeist. Ich dachte die häufigen Abstürtze kämen vom Spannungsmangel. Die Situation hat sich zwar gebessert, aber dennoch habe ich Probleme. Die suche geht weiter.

Amiga OS 3.5

Nach dem die PPC in meinen Rechner Einzug gefunden hatte, kaufte ich mir noch das Amiga OS 3.5. Es wurde ja viel versprochen - wurde es auch gehalten ? Ich machte ein Backup sämtlicher Daten und begann mit der Vorinstallation, die an und für sich gut über die Bühne ging. Während der Hauptinstallation stürzte der Rechner jedoch regelmäßig ab - ich fand das Problem nicht. Ich konnte nur das Programm ausfindig machen das während der Installation Probleme auslöste. Ich erstellte auf der Partition ein frisch installiertes AmigaOS3.1 um dort die Installation von A OS 3.5 vorzunehmen. Ich startete von der eigentlichen Zielpartition und kopierte all die Daten von der OS3.5 Partition auf die Zielpartition. Es begann eine etwas längere Suche nach Patches die sich nicht mit OS3.5 vertrugen, aber nach 3 - 4 Tagen erhielt ich dann ein einigermaßen lauffähiges System. Jedoch hängte sich das, wie es dies nun immer noch tut, beim ändern der GUI auf. (Fenster verschieben - schließen). Jedoch passiert dies nicht regelmäßig, so das die Fehlersuche sich hinzieht....

Fast ATA-2 IDE

Dieser Kontroller bringt von Speed her ein klein wenig etwas. Mein Datendurchsatz hat sich nicht sonderlich erhöht. Vorher hatte ich 1MB Datentransfer - nun 1.3MB. Das CDR (36fach) liefert etwa 3MB die Sekunde. (Ist noch weit weg von den versprochenen 10MB) Der Einbau an und für sich lief recht unproblematisch. Man muß nur darauf achten, das bei dem einsetzen der Kontroller auf die Kickstartsockel genau aufgesetzt wird. Der IC Sockel ist ein Platz größer als das IC selbst. Setzt man den Kontroller samt ICs eine Position zu weit nach vorne wird es dem Amiga warm ums Herz und er verweigert von da an die Arbeit. (Kickstart ICs sind dann im Eimer..) Der erste Kontroller hatte einige Kontaktprobleme. Auch stürtzt mein Rechner seit Einbau des Kontrollers öfters mal ab. Ich denke hier liegen noch Probleme vor.

BVision PPC

Ja, ich befinde mich nun im Besitz einer BVison PPC. Die Leistung ist nicht gerade das was ich mir vorgstellt hab, aber ich wurde bereits vorgewarnt. Eines der Hauptprobleme dabei ist die 68040 die nur mit 25MHz getaktet ist. (Die CPU muß noch viele Arbeiten erledigen). Der Einbau der BVision zeigte sich als nicht unproblematisch. Der ATA IDE Kontroller kollidierte mit der BVision - es war einfach kein Platz für beide Karten. Man hätte die BVision reinquetschen können, aber das war mir die Sache nicht wert. Der ATA IDE Kontroller sitzt nun einfach auf Präzisions IC Sockel. Damit ist nun ausreichend Platz für die BVision. Der Rechner erhält zudem zusätzlich Spannung in der nähe des Diskports. Die Installation von CyberGFX verlief relativ problemlos. Es stellte sich aber leider herraus, daß das umschalten des Screens ewig dauerte. Wenn unterschiedliche Screenauflösungen oder Farbtiefen verwendet werden schleicht der Bilschirmaufbau vor sich hin. (Ob es auch am Monitor liegt ?) Jedenfalls nicht so die wahre Freude. Ansonsten ermöglicht die Karte einige angenehme Sachen. Dadurch das ich nur einen 25MHz Prozessor habe (68k) läuft Quake etc. relativ langsamm.

SilferSurver ELSA Mircolink ISDN

JAAAAA - ich bin mit meinem Amiga Online!

O.k. - angesichts der 25MHz CPU ist das Surfen nicht der Hit (Voyager stürtzt oft ab und von ABweb hab ich leider nur die Demo).

Mit dem T-Online-Zugang hatte ich größere Probleme. Das Elsa ISDN Modem ist so eingestellt, das es verschiedene Protokolle austestet. Alle Anleitungen wie man mit T-Online und Amiga tätig werden kann brachten nichts. Durch zufall laß ich das man das Modem explizit auf HDLCP (was auch immer das genau heißt) einstellen soll.

Der Initstring für das ELSA Microlink ISDN lautet z.B. AT&F$IBP=HDLCP\r Vllt nützt die Info ja jemnden einmal etwas (nachdem er es endlich geschafft hat Online zu gehen *g*